„In der Musik hat Gott den Menschen die Erinnerung an das verlorene Paradies hinterlassen"

Hildegard von Bingen

WIE ALLES ANFING...

 


Gemeinsam besuchten wir das St. Theresien Gymnasium in Schönenberg und bis zu unserem Abitur 2011 stellte sich immer mehr heraus, dass uns vor allem eine Leidenschaft verbindet: das gemeinsame Singen.

Bereits in der fünften Klasse dichteten wir unser eigenes Klassenlied und als wir in der achten Klasse endlich dem Schulchor beitreten durften, bildete dies den Anfang einer bleibenden Begeisterung für Musik und vor allem für den gemeinsamen Gesang.

 

Oft probten wir während der Pausen oder auch im Musikunterricht mit der Klasse „aus Spaß“ die Stücke, die wir gerade im Schulchor sangen und wurden dabei vor allem von unserem Musiklehrer Dr. Wessel unterstützt. Die Gewohnheit, die Pausen als Hauptprobezeiten für unsere Lieder zu nutzen, haben wir bis zur 13. Klasse beibehalten.

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Das häufige gemeinsame Singen zeigte seine Früchte nicht nur im Chor, sondern wirkte sich auch stärkend auf unsere Klassengemeinschaft aus: Wir verbesserten dadurch nicht nur das musikalische, sondern auch das alltägliche Miteinander. Je länger und mehr wir zusammen sangen, desto mehr Spaß machte es uns, da die wachsende Erfahrung es ermöglichte, sich immer größeren Herausforderungen zu stellen.

In der zehnten Klasse „entdeckten“ wir die Wise Guys, die uns besonders wegen ihrer intelligenten Texte ansprachen. So kauften wir uns unser erstes Songbook und lernten unsere ersten fünfstimmigen Lieder. Gerade diese Lieder kamen bei allen Zuhörern sehr gut an und wir wurden immer häufiger gebeten, als Delegation des Schulchores bei öffentlichen Anlässen zu singen. Im Frühjahr 2010 sangen wir beim Singewettstreit in Neu-Ulm und gewannen dabei den zweiten Platz. Im gleichen Jahr fand der Wettbewerb „Jugend musiziert“ statt, an dem ein Vokal-Sextett als Abordnung unserer Klasse teilnahm. Wir gewannen auf regionaler Ebene mit der höchstmöglichen Punktzahl einen ersten Platz und auf Landesebene einen zweiten Platz.

„Wer zu singen und zu lachen weiß, vermag sein Unglück zu schrecken.“

(Domenico Scarlatti)                       

Von da an traten immer mehr Leute an uns heran und baten uns, eine CD mit unseren Liedern herauszubringen. Dieser Wunsch wuchs auch in uns, vor allem, da einige von uns angefangen hatten, selbst Lieder zu komponieren, die wir auch bereits sangen. Eine CD mit diesen Liedern aufzunehmen erschien uns jedoch zunächst unrealistisch – stand doch langsam das Abitur vor der Tür – und außerdem konnte unsere Klassenkasse unmöglich für die Kosten eines derartigen Projekts aufkommen. Wir hatten uns den Traum schon fast aus dem Kopf geschlagen, als Pater Andreas Steiner, der uns auf unserer Abiturfahrt begleitet hatte, sich dermaßen für unseren Gesang begeisterte, dass er eine Werbekampagne für das Projekt startete. Und so kam es, dass es uns wenige Monate vor dem Abitur von zahlreichen Spendern ermöglicht wurde, unseren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Wir wurden oft gefragt, ob uns die Arbeit dafür angesichts des bevorstehenden Abiturs nicht zu stressig sei. Wir stellten aber fest, dass genau das Gegenteil der Fall war und wir im Singen einen Ausgleich zum Abiturstress fanden.